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COVID-19-bedingte Schulschliessungen

Ökonomische Herausforderungen für Kinder, Eltern, Unternehmen und Gesellschaft

Kurzbeschreibung

Mitte März 2020 stellten die Schulschließungen als "Social Distancing"-Maßnahme zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie Lehrkräfte, Kinder und Eltern innerhalb weniger Tage vor die Herausforderung, ungeachtet verfügbarer technischer und baulicher Infrastruktur sowie pädagogischer Unterstützungsleistungen den Bildungsalltag mit Präsenzlernen in den Haushalt mit Distance-Learning zu verlegen. Aufbauend auf empirischen Befunden diskutiert dieser Beitrag die mit den Schulschließungen verbundenen kurzfristigen und längerfristigen Folgen auf die Lernchancen bzw. Lernergebnisse junger Menschen und widmet sich darüber hinaus den Folgen für Eltern, die Gesellschaft sowie für Unternehmen. Die wichtigsten Erkenntnisse sind: Schulschließungen können zu häufigeren Klassenwiederholungen, niedrigeren Bildungsabschlüssen oder geringeren Kompetenzzuwächsen führen. Schulschließungen treffen jüngere, sozial benachteiligte und lernschwache Kinder sowie Kinder mit Schwierigkeiten in der Selbstorganisation stärker. Schulschließungen bedeuten für Eltern von jüngeren Kindern mehr Betreuungsaufwand, der mit der Anzahl an jüngeren Kindern im Haushalt noch zunimmt.

Schlagwörter

Distance-Schooling, Eltern, Familiensituation, Kinder- und Jugendalter allgemein, (Literatur-)Review, Österreich, Wirtschaft

Quellenangabe

Bock-Schappelwein, Julia, Famira-Mühlberger, Ulrike (2021). COVID-19-bedingte Schulschliessungen. Ökonomische Herausforderungen für Kinder, Eltern, Unternehmen und Gesellschaft, 77–86.

Zuletzt geändert am 22. Juli 2022.